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Landschaftsmuseum
der Dübener Heide
Burg Düben

Neuhofstr. 3
04849 Bad Düben
Tel.: 034243 - 23691

 


 

Geschichte der Burg
 

Haupthaus der Burg Düben mit Turm, um 1910
Haupthaus der Burg Düben mit Turm, um 1910

 

Burg Düben – Amtssitz an der Mulde zwischen Verwaltungsalltag und Weltgeschehen

1015 erwähnte Thietmar von Merseburg die Burg Düben als urbs dibni für das Jahr 981. Als in diesem Jahr das Bistum Merseburg aufgelöst wurde, erhielt das Bistum Magdeburg neun dieser Burgen, darunter die Burg Düben. Im 10. Jahrhundert wurde eine Reihe Burgen an Mulde und Elbe errichtet. Man erbaute sie in verkehrs-günstigen, aber geschützten Lagen. Dabei benutzten die Bauherren oft den Burgplatz ihrer slawischen Vorgänger. Das war wohl auch in Düben der Fall. Aus Richtung Leipzig kommend erhebt sich hinter der Muldebrücke linker Hand, der etwas gedrungene Turm der Burg Düben. Dieser stellt mit seinem aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Holzfachwerk im Bereich des Erdgeschosses das älteste Gebäude im Burgareal dar. Neben dem Schutz des wichtigen Muldenübergangs diente die Burg als Herrschafts- und Verwaltungsmittelpunkt für eine Reihe von Dorfgemeinden, die den ehemaligen slawischen Burgbezirk bildeten. Aus dem Wirtschaftshof der Burg mit der Kapelle entwickelte sich eine neue Siedlung. Als man im 12. Jahrhundert die Burgbezirke auflöste, verlor die Burg Düben an regionaler Bedeutung. Dies änderte sich als unabhängig von der Verwaltung der Stadt Düben 1531 innerhalb einer Verwaltungsgebietsreform hier ein kursächsischer Amtssitz ein-gerichtet wurde.
Nach Zerstörungen im 15. Jahrhundert und 16. Jahr-hundert erfuhr die Burg Düben Ende des 18. Jahrhunderts eine letzte wichtige Umbauphase, die zum heutigen Erscheinungsbild führte. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde die Burg während des Dreißigjährigen Kriegs 1641. In großen Teilen niedergebrannt, konnte sie nur nach und nach wieder aufgebaut werden. Im Oktober 1813 verbrachte Napoleon angeblich die drei schlimmsten Nächte seines Lebens auf der Burg. Nach seiner Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig und dem Wiener Kongress 1815 wurde die Stadt Düben und damit auch das kursächsische Amt auf der Burg dem benachbarten preußischen Kreis Bitterfeld zugeteilt. Bis 1943 bzw. 1947 blieben das Amtsgericht und das Forst-Rentamt hier bestehen. Bis zur Übernahme der Rechtsträgerschaft durch die Stadt Bad Düben am 1. August 1951 lag diese bei der Landesregierung Sachsen-Anhalt. Das Gemäuer wurde bis dahin als Verwaltungsgebäude und Dienstwohnung für das Preußische Landesforstamtes genutzt.
1949/1950 wurde auf Initiative des späteren Museumsgründers Willy Winkler eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Ziel dieser war die Einrichtung eines Museums in der Burg Düben. Bereits 1952 wurde eine kleine stadt-geschichtliche Schau im Burgturm und 1953 die Dauerausstellung in den Räumen des Haupthauses eröffnet. Seitdem zeigt das Landschaftsmuseum der Dübener Heide Bad Düben als Ackerbürger- und Handwerkerstadt, wobei besonders auf die geografische Lage am Südrand des zusammenhängenden Wald-gebiets eingegangen wird. Mitte der 1990er Jahre begann man mit einer schrittweisen Sanierung der gesamten Burganlage. Nach der Neu- und Umgestaltung des Burggartens durch Anpflanzungen und dem Anlegen neuer Wege, wurde zwischen 1997 und 1999 das Haupthaus der Burg komplett saniert und die Dauerausstellung erneuert. Kurze Zeit später folgte das Burgwächterhäuschen, welches 1945 zerstört wurde. Die seit 1967 als technisches Denkmal im Burggraben liegende Schiffmühle, konnte 2003 nach Schäden durch das Hochwasser 2002 restauriert werden.

Plakat 1952
Plakat 1952