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Landschaftsmuseum
der Dübener Heide
Burg Düben

Neuhofstr. 3
04849 Bad Düben
Tel.: 034243 - 23691

 


 

Nachlese

Wir feiern 60 Jahre Landschaftsmuseum
Mit den Kindern des Kurses Stadtgeschichte auf Erkundungstour im Landschaftsmuseum 
Aus dem Schaffen von Volker Pohlenz - Bilder der Region
Internationalen Museumstag 2013
REAL EXISTIERENDE POESIE - Zeichnungen von Dietrich Wenzel
Ted Behrens | Beziehungen – Skulpturen
Günter Fiedler | Hüllenlos – Aktfotografie
Bilder vom Internationalen Museumstag am 20. Mai 2012
Mittelschüler deuten das Museum und seine Objekte selbst...
Lesung mit Manfred Sacher | In den Klauen der Stasi
Internationalen Museumstag unter dem Motto: Welt im Wandel – Museen im Wandel | 
Angebote für Familien und Büchermarkt
Mittelschüler deuten das Museum und seine Objekte selbst...
Über die Brücke der Stadt...
Von Alaunkörbchen bis Zinnsoldaten – Wie sich Kinder mit unserer Sammlung beschäftigen
Wir sind ein Volk - GESCHICHTS-CODES
Landschaften, Tierstudien und Museales Sonderausstellung zu Paul Haffner (1874 bis 1965)
Leben erfordert Verständigung – MiteinanderMuseum am 24.10.2010
Wendepunkte II – 20 Jahre Änderungen und Haltbarkeiten
Zwischen Individuum und Gesellschaft / Fotografien und Zeitzeugenberichte

Zeitzeugenbefragung im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben

Das Museum der Dinge - Die Bad Dübener stellen aus - 10 Jahre nach der Wiedereröffnung
Präsentation einer Publikation zur Museumsarbeit seit 1999
Sascha Dilly: Druckgrafik | Malerei | Skulptur 
Stadt_Land_Fluss
Sonntagsausflug
Anregung zum Streifzug | Die Dübener Heide auf historischen Fotografien und Postkarten
X. Museumsgespräch
AT: X Jahre

Lesung mit Erhard Rutz
80 Tage oder Die Hälfte des Lebens

Zeitenwandel - Durch die Lüfte weite Räume Skulpturen und Malerei
Gert Burkard Büttner | Katrin Ginster
9. Museumsgespräch und Präsentation eines neuen Buches in der Reihe Archivbilder mit Hans Joachim Böttcher 
AT: Was macht ein Museum erfolgreich?
55 Jahre Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben
Präsentation des neuen Buches
Weihnachtsausstellung
... rechtzeitig ist Weihnachten 
                 unheimlich schön heimlich  ...
Wolfgang Brecklinghaus
Apokalypse - Arbeiten aus Militärschrott & Utensilien beider Weltkriege
Hans-Joachim Böttcher [Bad Düben]
Still und voll herber Schönheit - Schlösser und ihre Gärten in der Dübener Heide
Die Dübener Heide in Bildern eine Ausstellung zum Fotowettbewerb zum Jahr der Naturparke 2006
Gewinner des Publikumpreises steht fest
Günter Brendel [Leipzig] 
Mathematik und Musik
Malerei, Zeichnungen, Collagen

Erika Zuchold
Lust auf Erde [Malerei, Grafik, Keramik, Skulpturen & Lyrik]

Hermann Schiebel
Bleibende Spuren
Eine Ausstellung zum Schaffen des Malers und Grafikers Hermann Schiebel (1896-1973) von 1920 bis 1950

Christiana Heidemann
N a r r e n w e i s h e i t - Malerei, Grafik, Keramik

Jürgen Pisarz
Paare & Gegensätze [Objekte]

Lesung innerhalb der 4. Sächsischen Literaturtage
Radjo Monk >Blende 89< eine Chronik der Wende erschienen in der verschwiegenen Bibliothek
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Impressionen vom 12.09.2013
 
 
 
12. September 2013: Wir feiern 60 Jahre Landschaftsmuseum

Einladungskarte von 1953


Willy Winkler mit Besuchern an der 
Reliefkarte zur Dübener Heide um 1955

 


13.11.2013
Mit den Kindern des Kurses Stadtgeschichte auf Erkundungstour im Landschaftsmuseum 
 

Die Kinder des Kurses Stadtgeschichte führten an vier Stationen: Stadtgeschichte, Herbarium, Mammutknochen und Sonderausstellung.
Die rund 20 Besucher waren begeistert von dieser Form des Museumsbesuchs.Herzlichen Dank an: Hannes, Lana, Aliah, Lisa, Lara, Malte, Lucy, Anton und Jonas!


12. Mai - 01. September 2013
Ausstellung: "Aus dem Schaffen von Volker Pohlenz - Bilder der Region"

 


Straßenszene in Bad Düben, Öl auf Hartfaser, 1986

Volker Pohlenz wurde 1956 in Eilenburg geboren. Von 1976 bis 1981 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Hans Mayer-Foreyt und in der Fachklasse für Malerei bei Arno Rink. Gemeinsam mit vielen anderen Künstlern arbeitete er unter der Leitung von Werner Tübke in Bad Frankenhausen an dem Bauernkriegspanorama "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland". Bekannt ist Volker Pohlenz auch durch seine Werke, welche zur künstlerischen Gestaltung der historischen Gastwirtschaft Auerbachs Keller in Leipzig beitrugen. Die Ausstellung in Bad Düben möchte Volker Pohlenz als Bildchronist der kleinen Ortschaften um Eilenburg und Bad Düben zeigen. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten aus den Jahren 1980 bis 1995, die er selbst als Mockrehnaer Zeit bezeichnet.


Selbstbildnis mit Leimglas, 1986

Der Betrachter erhält einen Eindruck des dörflichen Lebens kurz vor und kurz nach der sogenannten Wende 1989 in der DDR. 2011 wurde Volker Pohlenz mit dem Gellert-Preis für sein Schaffen in den vergangenen 30 Jahren ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Wöllnau.

Während der Ausstellungseröffnung am 12.05.2013


 
Bilder vom Internationalen Museumstag am 12.05.2013



 
 

Real existierende Poesie - drei Wörter nur, und doch trifft dieser Begriff, der 2009 von einer Rezensentin formuliert wurde (Christine Kükenshöner in der Leipziger Volkszeitung vom 5.11.2009), so ziemlich genau meine Intentionen. Mein Bestreben, den Dingen und Menschen dieser Welt immer näher zu rücken, verleiht wohl den Bildern und Zeichnungen oft eine gewisse Kühle - bloße Sachlichkeit aber, denke ich, ist ihnen fremd. Getaucht in Hell und Dunkel, manchmal zum Kultobjekt erhoben, manchmal in symbolhaften Bezügen zueinander oder korrespondierend mit rätselhaftem Titel, geben die Dinge dieser Welt, die mein Interesse finden, dem Betrachter Anstoß und Freiraum, meine Gedanken aufzugreifen und weiterzuträumen. Das könnte der Sinn eines solchen Tuns sein, wenn er sich nicht im Zwiegespräch des Zeichners mit den Protagonisten dieser Welt erschöpfen soll und darin, ihm, dem Zeichner allein, Genugtuung im Arbeitsprozess zu verschaffen. 

"Wenzel, ausblickend"
Bleistift,
Graphit
 54 x 36,5
2012

 

Die hier den Kern der Ausstellung darstellenden bildhaften Zeichnungen - Stilleben- und Porträtdarstellungen neuester Zeit - sind nicht nur Grundlage, sondern auch Kern meines bildnerischen Tuns. Ganz spontan oder sehr planvoll meine Sujets wählend, setze ich eine Zeichnung neben die andere (wie auch ein Bild neben das andere), und wie ein Mosaik aus vielen Teilen entsteht, fügt sich mit den agierenden Dingen und Köpfen ein Abbild - mehr noch, denke ich: die Reflexion über das Leben, über die Antipoden des Daseins: Werden und Vergehen, Schaffen und Vernichten, Aufstieg und Fall, Chaos und Ordnung etc. - über ein Leben, das ich fast ausschließlich dieser Landschaft um Leipzig herum verdanke und das also ganz von selbst in mein Werk einfließt (was sonst?): mit diesen (scheinbar) leblosen Dingen - Puppen, Masken, Spielzeug, Maschinenteilen, auch Skeletten, Küchenzeug (auch Pflanzen nicht ausgenommen) und so fort -, und diesen Porträts - Menschen, die mehr sind als gezeichnete Modelle, sondern auf unterschiedliche Art eine Rolle spielen in diesem Leben, in dieser Gegend auch, im Leben dieses oder jenes Zeitgenossen...


Biografische Daten
 
1943               in Berlin geboren, Kindheit in Kitzscher bei Borna,
1961                Abitur in Leipzig, danach Armeedienst,
1963-66          Lehre und Arbeit als Chemigraf,
1966-71          Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Fachrichtung angewandte Grafik; bedeutende Impulse erhält er während des Grundstudiums durch Dozenten Werner Tübke,
1971-82           freischaffende Tätigkeit ausschließlich im Fach angewandte Grafik,
1984                Hinwendung zur freien Kunst nach 2-jähriger Mitarbeit an der Übertragung des Panoramagemäldes "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland",
seit 1990       (bis heute) ständige Beteiligung an den Projekten und Ausstellungen im PIKANTA Kunstverein Leipzig,
1993                Übertragungsarbeiten für die "Freischütz"-Bühnenbild-Malereien von Prof. Tübke für die Oper Bonn.

 

D.W. engagierte sich von Jugend an über Jahrzehnte hinweg (bis 2001) für die Leipziger Chorszene, war beteiligt an über 600 Konzerten, konzipierte und realisierte Konzerte, Ausstellungen und genre-übergreifende Projekte im Leipziger Völkerschlachtdenkmal - bereits 1996 erste Bestrebungen zur Erweiterung des Denkmalsgedanken im Sinne der beginnenden europäischen Einigung.

Im letzten Dezennium verstärkte Konzentration auf "das Eigentliche", vor allem Stilleben- und Porträtmalerei und -zeichnung, Entwicklung seiner aufwändigen bildhaften Zeichenkunst.

 

"Augenscheinlicher Verfall nordwärts verbrachter Reisetrophäen"
(Die Wiepersdorfer Zwerge)
Bleistift, Graphit / 64 x 94 / 2010

"Jana mit Stola"
Bleistift, Graphit / 94 x 64 / 2010

"Cràssula portulàcea"
Bleistift, Graphit / 94 x 64 / 2007


Bilder der Ausstellungseröffnung:


Beziehungen – Plastiken und Skulpturen von Ted Behrens im Landschaftsmuseum der Dübener Heide 

Vom 22. Juli 2012 bis zum 30. September 2012 zeigte das Landschaftsmuseum der Dübener Heide Skulpturen und Plastiken des Berliner Bildhauers Ted Behrens. Dem Museum ist die Verschränkung von Kunst- und Naturraum ein besonderes Anliegen, dies wird besonders in dieser neuen Sonderausstellung sichtbar. Unter dem Motto „Beziehungen“ präsentiert der 1962 in Rostock geborene Ted Behrens eine Auswahl seiner abstrakten und figürlichen Skulpturen, die Namen tragen wie Verbindung, Raum und Zeit, Paar oder Gebeugter.
 Für ihn sind Beziehungen „ein altes und doch immer wieder neues Thema zwischen Mensch und Mensch, zwischen Mensch und Tier aber auch zwischen Mensch und Ding. Es gibt beständige Beziehungen, viele jedoch sind Veränderungen unterworfen – positiven oder negativen.“
Zum Beispiel zeigt die Skulpturen-Installation „Beziehungen“ aus dem Jahr 2010 unterschiedliche Facetten möglicher Konstellationen zwischen vier Figuren. Diese vier beweglichen Figuren, welche drehbar auf einem Eisensockel stehen, verändern durch einen Mechanismus im Sockel ihre Position zueinander. Auslöser dieses Mechanismus ist der Besucher selbst, der so Ursache für die jeweiligen Stellungen der Figuren wird. 
In der Ausstellung kann sich der Besucher außerdem auf die Reihe „Durchblick“ freuen, die dem Betrachter durch Aussparungen in den Plastiken eben einen besonderen Durch- und Anblick auf die sich dahinter befindlichen Plastik ermöglicht. 
Die verschiedenen Materialien und deren Beschaffenheit und Oberflächenstruktur sind zentrale Stilmittel in Behrens' Arbeiten. Der künstlerische Eingriff hat sich behutsam und mit Respekt den vorgefundenen Eigenschaften des Rohstoffes, wie Verwachsungen, Verfärbungen oder Verwitterungen zu nähern. Diese Spuren des Werdegangs der Materialien und somit allgemein der Zeit sind integraler Bestandteil der Skulpturen. 
Ted Behrens wuchs in der rauen Landschaft an der Ostsee auf und interessierte sich frühzeitig für all die seltsamen Fundstücke und das vielfältige Schwemmgut aus dem Meer. So sind Landschaft und Zeit bis heute zentrale Themen seines Schaffens. Grundidee seiner Arbeit ist es, die Spuren von Zeit und Bewegungen im Raum mit dem Material kreativ zu „verwerten“, um daraus Neuschöpfungen hervorzubringen. Diese konsequente Auseinandersetzung mit dem Material ist von der Erkenntnis geprägt, dass die Arbeit des Künstlers auf die „Seinsbedingungen“ des Holzes oder Steins reagieren kann und muss. In unserer Ausstellung werden darüber hinaus auch Plastiken aus Bronze, Gips und Sandstein zu sehen sein. 
Ted Behrens lebt und arbeitet in Berlin. Studienaufenthalte, Bildhauerkurse und Ausstellungen führten ihn u.a. nach Italien, Polen, Argentinien, Indien Gelsenkirchen und nun nach Bad Düben. 
 

Balance, Bronze

Würfel + 100, Ahorn/ Gips

Raum und Zeit, Ulme

Informationen: Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben Neuhofstraße 3 04849 Bad Düben T.: 034243-23691 | www.museumburgdueben.de | www.ted-behrens.com
 

              


 

 Günter Fiedler | Hüllenlos – Aktfotografie
 

     

 

 


Bilder vom Internationalen Museumstag am 20. Mai 2012

 


In den Klauen der Stasi

Günter ist einer jener DDR-Jugendlichen, der zum FDJ-Gehorsam gezwungen und immer wieder seine Abneigung gegen einen Eintritt in die Staatspartei zeigt. Er ist ein talentierter Sportler. Eines Tages entschließt er sich, die DDR durch eine Flucht in den Westen zu verlassen. Der Grenzübertritt gelingt, doch Günter will seine Verlobte in den Westen holen und kehrt zurück. Die willigt dem gemeinsamen Vorhaben zu, verständigt jedoch die Staatssicherheit der DDR.
Nach einer wahren Begebenheit.

„In den Klauen der Stasi“, so Manfred Sacher, ist im Genre der autobiografischen Erzählung angesiedelt. Der Plot erzählt von Günters festem Willen, die DDR zu verlassen, von seinen Zweifeln gegenüber diesem Staat, dem gefährlichen Grenzübertritt und der Verhaftung. Die Erzählungen des Opfers über die Zustände in den Gefängnissen der Stasi sind Anklage gegen das Unrechtsregime der ehemaligen DDR.

Manfred Sacher
Manfred Sacher wurde 1941 in Delitzsch geboren. Nach dem Schulabschluss erlernte er den Beruf eines Industriemechanikers und arbeitete von 1970 bis 1984 als Lehrmeister im Leichtmetallwerk Rackwitz. Seit 1984 war er für zwei Jahre als Stadtrat tätig. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben war er als Mitarbeiter der Stadtverwaltung Delitzsch tätig.

Bibliografie:

  • Alle Bücher sind im Engelsdorfer Verlag erschienen.

  • 2003 Steinerne Augen und der Schleier des Vergessens (ein utopischer Roman)

  • 2004 Liebesschwüre und andere Geschichten (ein Lyrikband mit Kurzgeschichten)

  • 2005 Gefangen in der grünen Hölle (ein Abenteuerroman)

  • 2008 Opa der Lausbube – Anekdoten vom Loberstrand (eine Reihe von Kurzgeschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen.)

  • 2010 In den Klauen der Stasi (ein Zeitzeuge erzählt)

 

 

 


 

 

20.05.2012
Internationalen Museumstag unter dem Motto: Welt im Wandel – Museen im Wandel | 
Angebote für Familien und
Büchermarkt
 


Besucher während des Bücher-
marktes zum Internationalen 
Museumstag, Mai 2009
Neben öffentlichen Führungen findet in den Räumen des Landschaftsmuseums
der sechste Büchermarkt statt.
Zu diesem Büchermarkt kann man jede Menge Bücher gegen eine geringe Gebühr von 5,00 € präsentieren und verkaufen. 

Bereits am Samstag, den 19. Mai 2012 in der Zeit von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr können die Stände aufgebaut werden.
Da an diesem Tag auch Führungen stattfinden, bitten wir um Verständnis, dass eine Standbreite von 2,00 m nicht überschritten werden sollte.

Alle Teilnehmer bitten wir darum, sich bis spätestens zum 11. Mai 2012 anzumelden. Eigene Tische sind bitte mitzubringen.

 


 

Mittelschüler deuten das Museum und seine Objekte selbst...

Am 22.12.2011 kamen 20 Schüler einer 7. Klasse der Mittelschule Bad Düben zu einem Besuch in das Landschaftsmuseum.
Im Losverfahren wurden vier Gruppen gebildet, die sich mit jeweils einem Thema und den entsprechenden Aufgaben beschäftigen sollten. Das Team des Museums erstellte im Vorfeld dazu Aufgabenblätter und eine kurze Erläuterung zum Thema. Gearbeitet wurde in den Gruppen Quellen, Pflanzen, Handwerk und Porträts. Aufgabe war es zum einen viele Objekte zu finden und im zweiten Schritt zu entscheiden, was davon man in fünf Minuten seinen Mitschülern vorstellen möchte. Lernen in Bewegung und im Team, dabei fächerübergreifend, die eigene Arbeit  dokumentierend und zum Schluss bestimmend, was für die Zuhörer interessant sein könnte, waren Hauptinhalte dieser kurzweiligen 1,5 Stunden.
... und während die Schüler arbeiteten, bereiteten die Lehrerinnen im Burgwächterhäuschen ein Weihnachtsfrühstück vor.
Zu den Präsentationen waren dann alle wieder gemeinsam unterwegs.
Das Landschaftsmuseum möchte sich an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit bedanken.

 

 

 


 

Über die Brücke der Stadt...
Ausstellungseröffnung am 2. Oktober 2011 um 15:00 Uhr
im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben

Über die Brücke der Stadt gibt es einiges zu berichten und längst ist noch nicht alles dazu erzählt oder gar erforscht.


Die neue Ausstellung beschäftigt sich mit dem wohl wichtigsten Bauwerk der Stadt (Bad) Düben. Legt man die Ersterwähnung einer hölzernen Brücke 1226 zugrunde, könnte man hier von einem 785jährigen Jubiläum eines begeh- und befahrbaren Muldeübergangs sprechen.
Der Besucher kann in über 60 Fotografien und einigen anderen Bildquellen die Entwicklung der Muldebrücke nachvollziehen. Zu unterschiedlichen Zeiten in den Jahrhunderten geben die Ansichten der Muldebrücke meist auch einen Blick auf das Panorama der Stadt frei, mit dem sie immer verbunden bleibt. 
In Ergänzung und Erläuterung zu den Bildern werden Quellen aus der jeweiligen Zeit präsentiert, in denen die Bedeutung dieses Bauwerkes über die Jahrhunderte festgehalten wurde. 1877 anlässlich der Einweihung einer neuen zwei Halbbogen-Brücke klingt das beispielsweise so: „... mit Dank endlich gegen sämtliche Gewerke und Bauleute, welche mit dem Fleiß und Ausdauer an der Gestaltung der neuen Brücke gearbeitet haben, - auf das für unsere Stadt so hochwichtige Werk hinblicken, geben sie sich der Hoffnung hin, dasselbe werde, wie es eine Zierde für unsere Stadt ist, so auch ein Mittel der Neubelebung des Verkehrs und des Erwerbs für dieselbe werden, besonders wenn dem Brückenbau recht bald die schon längst erhoffte Aufhebung des sehr drückenden Brückenzolles folgen sollte.“


Die Ausstellung schlägt den Bogen bis ins Zeitgeschehen, zeigt die aktuelle Baumaßnahme und dokumentiert die Änderung der Farbgebung. In der Ausstellung wird anschaulich, dass der ständige Wandel des Verkehrs bzw. des Transportwesens unweigerlich dazu führt, dass selbst ein statisch ausgeklügeltes Bauwerk regelmäßig Umgestaltungen unterworfen ist.

Zur Ausstellungseröffnung sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen. Darüber hinaus kann die Ausstellung bis Februar 2012 besucht werden.


Neubau der Brücke um 1945
im Vordergrund Reste der 1877
eingeweihten Zwei- Stahlbogenbrücke

Brücke des Friedens, 1959

Ein- und Ausblick, um 1986

Schaulustige, Juli 1996

 


 
Leben erfordert Verständigung – MiteinanderMuseum am 24.10.2010

 

In der Arbeitsgruppe „Generationsübergreifende Bildung“ innerhalb des Bildungscampus Bad Düben wurde das MiteinanderMuseum initiiert.
Unter dem Motto „Verständigung im Wandel der Zeit“ findet am Sonntag, den 24. 10. 2010 zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr ein Rundgang mit öffentlicher Beteiligung im Landschaftsmuseum der Dübener Heide statt. 

Für diesen konnten zahlreiche, verschiedene Akteure aus Bildungs- und Sozialeinrichtungen der Stadt Bad Düben, aber auch engagierte Bürgerinnen und Bürger einbezogen und gewonnen werden. Während der Planung zeigte sich schnell, wie Verständigung möglich wird, wenn man sich auf die Sichtweisen und Ideen des anderen einlässt. Die Mitglieder gehen davon aus, dass Bildung zuerst von Verständigung abhängt und entwickelten um dieses große Thema ihre Assoziationen und Gedanken.


Mitglieder der Arbeitsgruppe während eines Treffens
im Landschaftsmuseum, Juli 2010

Im Ergebnis hofft die Arbeitsgruppe um Frau Paul, einen erlebnisreichen und anregenden Nachmittag im Landschaftsmuseum der Dübener Heide präsentieren zu können. Dieses möchte innerhalb des Bildungscampus noch deutlicher zum Ausdruck bringen, dass der Öffentlichkeit hier ein authentischer und ansprechender Ort des informellen und freiwilligen Lernens zur Verfügung steht.  

So kann man sich an diesem Tag von Herrn Britze die Blindenschrift am Computer, verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten, von Steno bis SMS oder eine ganz normale Schreibmaschine erklären lassen. Daneben bringen Jugendliche den Besuchern ihre modernen Verständigungsmethoden in Abkürzungen und Umgangssprache näher.

Nicht zuletzt steht die Papierherstellung, die Geschichte des Papiers und der Schrift im Mittelpunkt des Tages. Neben Erläuterungen in den Museumsräumen besteht das Angebot selber Papier zu schöpfen.  

Ebenso gibt es die Möglichkeit, die aktuelle Sonderausstellung „Wir sind ein Volk - geschichts-codes“ näher in Augenschein zu nehmen und mit den Initiatoren ins Gespräch zu kommen.
Natürlich beabsichtigen wir, dass dieser Nachmittag viele gute Gespräche, regen Austausch und Verständigung hervorbringt, sei es im Landschaftsmuseum oder im Burgwächterhäuschen, wo Kaffee und Kuchen zum gemütlichen Verweilen einladen.

An dieser Stelle möchten wir uns sehr herzlich bei allen Akteuren dieser Arbeitsgruppe für das Engagement und die Unterstützung bei der Vorbereitung des Tages bedanken. 

Info:
Zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr gelten die üblichen Eintrittspreise inklusive Burgturm, Hexenverlies und Papierschöpfen.

 


 
Von Alaunkörbchen bis Zinnsoldaten – Wie sich Kinder mit unserer Sammlung beschäftigen
Eröffnung: Sonntag 26.Juni, 15:00 Uhr 
  
 
 

 
Während der Ausstellungseröffnung, 26.06.2011

Seit mehreren Jahren bietet das Landschaftsmuseum der Dübener Heide in der Burg Düben in einer erfolgreichen Kooperation mit der Grundschule am Kirchplatz im Rahmen der Ganztagsangebote einen Kurs Stadtgeschichte für die Grundschüler an. Aber was geschieht eigentlich, wenn die Kinder wöchentlich das Museum erkunden, was entdeckt ihre kindliche Neugier, wie gehen sie mit der Dauerausstellung und den historischen Personen der Regionalgeschichte um?

In unserer Sonderausstellung möchten wir vielfältige Ergebnisse des Versuchs präsentieren, in einem Schulhalbjahr Freude und Interesse an der Geschichte und alten Dingen zu wecken. Die Zeichnungen, Skizzen, Arbeitsblätter und Gedankennotizen der Schüler zeigen auch, wie das Entdeckte mit der Gegenwart der Kinder verbunden wird, wie sie sich durch ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte selbst erproben und verorten können.

Neben der Beschäftigung mit bedeutenden Personen, die im Zusammenhang mit der Burg erwähnt werden, sind es immer wieder bestimmte Aspekte der Dauerausstellung, die die Kinder faszinieren und mit denen sie sich intensiv befassen. In freier Wahl entscheiden sich die Mädchen häufig für das sogenannte Alaunkörbchen und die Jungs für die Soldatenstube und die Zinnsoldaten. So dokumentiert die Ausstellung auch die unterschiedlichen Prioritäten von Mädchen und Jungen, die sich über die Jahre immer wieder ähnlich zeigten.

Etwas knifflig wird es manchmal dann, wenn historische Personen wie beispielsweise Hans Kohlhase, Napoleon oder Elisabeth Mann in die kindliche Gegenwart des 21. Jahrhunderst zu befördern, kindgerecht aufzubereiten und zu vermitteln sind. Da diese Kurse aber genügend Zeit und Freiraum für individuelle Herangehensweisen bieten, ist eine nachhaltige und gleichzeitig vergnügliche Vermittlung und Beschäftigung möglich. Und so kann man in der Sonderausstellung erfahren, dass neben Hans Kohlhase für die Kinder im Hier und Jetzt ganz andere Helden existieren, dass die wahren Helden Oma und Opa, Eltern, Mitschüler, Wrestler, Feuerwehrleute oder bestimmte Sportler sind.
 


Die Weißgerber, Sara Hönemann, 9 Jahre

Nicht selten sind die historischen Personen und Gegenstände Anlass für die Kinder, in offenen Gesprächen und Erzählungen über sich und ihre Lebenswelten zu berichten. So bieten die Kurse auch Raum, über zeitgeschichtliche, gesellschaftliche und zwischenmenschliche Aspekte auf Kinderebene zu kommunizieren. Die Ausstellung zeigt, wie sehr sich Kinder mit solchen Aspekten bereits auseinandersetzen.

Außer den vielen Resultaten auf Papier bietet die Sonderausstellung Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten des Landschaftsmuseums, Geschichte kindgerecht und doch differenziert zu vermitteln. 

Für uns als Gestalter der Kurse ist am Ende entscheidend und bemerkenswert, wenn jemand beim Studieren verschiedener Landkarten zur Dübener Heide begeistert und gleichzeitig sachlich feststellt: „Ach ja, die Welt hat sich verändert!“ Wenn ein Kind selbstständig Besucher durch die Ausstellung führen kann oder weiß, worum es sich bei einem Rennofen handelt, bei dem nicht das „B“ vergessen wurde. Darüber hinaus geben die gezeigten Fotografien einen Eindruck unserer konkreten Arbeit mit den Schülern.

Wir freuen uns auf viele junge und natürlich auch erwachsene Besucher zur Ausstellungseröffnung. Die Schau läuft bis zum 11. September 2011.

Info:
Landschaftsmuseum der Dübener Heide
Burg Düben
Neuhofstraße 3
04849 Bad Düben

T.: 034243-23691


 

Wir sind ein Volk
GESCHICHTS-CODES

Ausstellung vom 3. Oktober 2010 bis 6. Februar 2011
im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben

Am Sonntag, den 3. Oktober 2010 wird um 15:00 Uhr eine neue Sonderausstellung im Landschaftsmuseum der Dübener Heide eröffnet. „Geschichts-Codes“ hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ihren offenen Plakat-Wettbewerb für Studierende an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland genannt, den sie 2003 bis 2006 ausgelobt hat.

In unserer Ausstellung werden von den mehr als 150 eingereichten Plakaten, die unter dem Motto „Die Zeit ist reif“ (2004) und „Wir sind ein Volk“ (2005) standen, 15 ausgewählte Beiträge gezeigt, darunter auch die Preisträger.

Unter „Code“ versteht man gemeinhin einen „Schlüssel zum Dechiffrieren“ – in diesem Sinne verstand die Bundesstiftung den Titel als Aufforderung an die jüngere Generation, die Geschichte zu entschlüsseln, einen Weg zu finden, die bedeutsamen Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte plakativ umzusetzen.
Damit sollte nicht nur das gestalterische Talent der Studierenden angeregt und gefördert werden; Anliegen war, junge Menschen zur Beschäftigung mit der deutschen Teilungsgeschichte und der DDR-Vergangenheit zu motivieren – junge Menschen, die diesen Abschnitt der Geschichte aus Altersgründen nicht selbst erlebt haben.

Neben den Plakaten präsentiert unsere Sonderausstellung unter dem Motto „Zwischenräume-Varianten des Verschwindens“ Fotografien von Maren Worrich. In Ergänzung zum allgemeinen Thema Deutsche Einheit sollen sie Reste von DDR-Vergangenheit in Bad Düben zeigen.

Die Etablierung der NVA in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts am Rande der Stadt führte zu Stadtbild prägenden und verändernden Strukturen, die bis heute sichtbar geblieben sind. An anderen Orten wiederum künden Dinge mit scheinbar marginalem Charakter wie die Statue im Freibad oder der Thälmanngedenkstein von einer anderen Zeit.
 

Durch die Konzentration auf das jeweilige Objekt und die bewusste Ausblendung der heutigen Umgebung gelingt den Bildern eine eigenwillige Sicht.
Diese Fokussierung lässt die Motive zuweilen seltsam zeitlos erscheinen. Erst der genauere und geschichtsbewusste Blick erkennt die Zeichen des Entschwindens und so auch des Vergessens. Sicher wird der Bad Dübener an manchen dieser Gebäude und Orte entlang fahren oder gehen, sie möglicherweise aber noch nicht so gesehen oder bereits als Orte der DDR-Geschichte vergessen haben.


Springbrunnen am ehemaligen NVA-Klubhaus, 
Schmiedeberger Straße in Bad Düben, Juni 2010

Maren Worrich wurde 1974 in Riesa geboren. Von 1993 bis 1996 absolvierte sie eine Ausbildung zur Fotografin. Danach studierte sie bis 2000 den Studiengang Archiv an der Fachhochschule Potsdam. Sie lebt in Leipzig.

Die Ausstellung „Wir sind ein Volk – GESCHICHTS-CODES“ wird begleitet durch verschiedene themenrelevante Passagen aus den Zeitzeugenberichten von 2009, die nachgelesen und in einer Hörstation im Originalton gehört werden können.

Landschaftsmuseum der Dübener Heide
Burg Düben
Neuhofstraße 3
04849 Bad Düben
T.: 034243/23691


Landschaften, Tierstudien und Museales Sonderausstellung zu Paul Haffner (1874 bis 1965)
wird am 20. Juni 2010 im
Landschaftsmuseum eröffnet
 

Am Sonntag, den 20. Juni 2010 wird um 15:00 Uhr eine Sonderausstellung mit Arbeiten von Paul Haffner eröffnet. Paul Haffner war in den frühen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts maßgeblich an der Ausstellungsgestaltung des Landschaftsmuseums der Dübener Heide beteiligt. Neben zahlreichen Wandmalereien und Illustrationen, die zum besseren Verständnis der Museumsinhalte dienten, hat Paul Haffner die Inventarkarten zu den Sammlungsobjekten gezeichnet. Paul Haffner war bis 1964 für das Landschaftsmuseum tätig. Im August 1874 in Colditz geboren, lebte er später in Leipzig, wo er im 2. Weltkrieg sein Zuhause verlor und nach (Bad) Düben kam. Hier lebte er bei Verwandten und begann in der Druckerei bei Museumsgründer Willy Winkler tätig zu werden.

Er fertigte viele Zeichnungen und Vorarbeiten für das Landschaftsmuseum an, aber auch Kulissenmalerei für die Heimatbühne Bad Düben, unter anderem 1948 für die Aufführung „Singende klingende Heimat“ mit neuen Heimatliedern und Gedichten. Mit den intensiven Bestrebungen Willy Winklers und seiner Arbeitsgemeinschaft in der Burg Düben ein Museum einzurichten, wurde Haffners Wirkungsstätte 1953/1954 in die Räume des späteren Landschaftsmuseums verlegt.Die Ausstellung umfasst mehr als 60 Arbeiten, darunter viele, bisher ungezeigte Leihgaben der Familie Haffner aus Leipzig. Die älteste Arbeit ist aus dem Jahre 1888 und dokumentiert eindrücklich Haffners frühes Talent für Illustrationen. Vermutlich hat er eine Zeichenschule besucht und später auch für das Bibliographische Institut in Leipzig Bücher bzw. Lexika gestaltet. Auffällig ist auch seine Tierliebe, die besonders in den verschiedenen Vogelstudien augenscheinlich wird. Seine Naturverbundenheit, die ihn auch im hohen Alter immer wieder in die Dübener Heide und ihre kleinen Ortschaften führte, offenbart sich in den vielen Skizzen und Zeichnungen, die zum umfangreichen Bestand des Landschaftsmuseums gehören. Zeitzeugen erinnern sich, dass er weite Wanderungen unternahm und voller Freude war, schöne Skizzen machen zu können.

Außerdem erkundet die Ausstellung die blassen Spuren eines unauffälligen Lebens. Paul Haffner lebte zurückgezogen und bescheiden und widmete sich größtenteils dem Zeichnen. Er starb am 25. Februar 1965 in der Lutherstraße 1. Besonders an dieser Schau ist, dass sie einige Bilder bereithält, die sehr persönliche Andeutungen aus seiner Lebenszeit vor Bad Düben wiedergeben.
An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank den Zeitzeuginnen und den Leihgebern, die uns dabei unterstützt haben, diese Aspekte näher zu beleuchten.

Die Sonderausstellung ist bis zum 26. September 2010 zu sehen.
Zum Tag der Eröffnung sind alle sehr herzlich eingeladen.

 


Wendepunkte II – 20 Jahre Änderungen und Haltbarkeiten
Zwischen Individuum und Gesellschaft
Fotografien und Zeitzeugenberichte
Ausstellungseröffnung am 20. September 2009 um 15:00 Uhr im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben
 

 

„Jeder reflektiert ja die Wende anders.“

In 20 Jahre Änderungen und Haltbarkeiten wird der Besucher zum differenzierten Hinschauen und –hören auf gelebtes Leben eingeladen. Die Ausstellung möchte  eigene Erfahrungsbilder und Selbstbeschreibungen der Zeitzeugen mit gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen verknüpfen und so zu einer spielerisch-ernsten Reflektion über Geschichten und Geschichte anregen.
Die Ausstellung hält keine Chronologie der Ereignisse bereit.

Sie ist nicht 'Die Geschichte', weder als Ansammlung von Daten und Ereignissen, noch als kontinuierliche wissenschaftliche Erzählung. Gegenstand ist nicht die Geschichte der DDR und eine Bewertung des gesellschaftlichen Systems aus geschichtswissenschaftlicher Sicht.
Die Zeitzeugenbefragung unserer Einrichtung war und ist als Erkundung von subjektiven Erfahrungen und Erlebnissen gedacht. Daraus entfalten sich die jeweils besonderen und unterschiedlichen Sichten auf diese Zeiträume.
Die Ausstellung berichtet bewusst aus der Perspektive des privaten Lebens und stellt somit auch dar, wie Erinnerungen an nächste Generationen weitergegeben werden.
Zusätzlich und unabhängig von den Interviews wird mit Hilfe eines Fragebogens das Lebensgefühl in der DDR und die Einstellung zum heutigen gesellschaftlichen System der BRD beleuchtet. Erste Ergebnisse werden zur Eröffnung präsentiert. Die Fragebogenaktion läuft parallel zur Ausstellung, die bis zum 14. Februar 2010 zu sehen sein wird, weiter.

Die Fotografien zeigen Motive aus dem letzten Jahrzehnt der DDR, Aufbruchstimmung und den beginnenden Wandel in Bad Düben. Die Bilder können mit dem Zeitzeugenberichten und den Schlaglichtern der Ausstellung kurzgeschlossen werden.
Verschiedene themenrelevante Passagen aus den Zeitzeugenberichten können nachgelesen und in einer Hörstation im Originalton gehört werden.


 

Zeitzeugenbefragung im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben 

Im kommenden Jahr wird im Landschaftsmuseum eine Sonderausstellung unter dem Titel: 20 Jahre Änderungen und Haltbarkeiten – Wendepunkte II gezeigt.
Diese soll den Besuchern ermöglichen, anhand konkreter Biografien nachzuvollziehen, wie einzelne Menschen diese 40 Jahre und die Zeit von 1989/90 bis heute, im Osten Deutschlands erlebt haben.
Wir möchten Sie fragen, ob Sie bereit wären, uns dafür als Zeitzeuge zur Verfügung zu stehen. Wenn Sie uns helfen möchten, schicken Sie uns bitte eine E-Mail, in der Ihr Name und Ihre Anschrift vermerkt ist.
Landschaftsmuseum.Bad.Dueben@t-online.de

Wir würden Ihnen dann einen Fragebogen zusenden oder/und ein Interview mit Ihnen führen.
Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihr Interesse und freuen uns auf eine Zusammenarbeit.

Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben
Neuhofstraße 3, 04849 Bad Düben
23. September 2008


 Ausstellungseröffnung - Das Museum der Dinge
Sonntag, 7. Juni 2009 : 15.00 Uhr

Musikalische Umrahmung mit der "Erfurter Camerata" >  mehrere Auftritte zwischen 15.00 h - 17.00 h > klangfarbenreiches Getön des Mittelalters auf einem vielfältigen Instrumentarium dieser Zeit > Drehleiern, Gemshörnern, Schalmeien und ca. einem Dutzend anderer Instrumente

Landschaftsmuseum der Dübener Heide
Burg Düben
Neuhofstraße 3
04849 Bad Düben | T.: 034243/23691

Wir suchen noch bis 29. Mai 2009 Exponate mit Geschichte und persönlichen Erinnerungen als Leihgabe für diese Ausstellung. Die Ausstellung ist bis zum 30. August 2009 geöffnet.


Sascha Dilly: Druckgrafik | Malerei | Skulptur 
Stadt_Land_Fluss
 


Porträt Sascha Dilly
Kunst ist Ausdruck
Für den 1986 in Bad Düben geborenen Sascha Dilly ist es die erste Einzelausstellung in einem Museum. Schon vor seinem Abitur, 2005 in Bad Düben, entdeckte er seine künstlerische Ader und malte. Nach einem Klassenausflug zu Wolfgang Köppe fing er mit 13 Jahren an, dessen Malzirkel zu besuchen. Nach seinem Abitur entschied er sich für ein freiwillige soziales Jahr und absolvierte dies bei den Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Dort begleitete er Kinder zwischen 5 und 12 bei ihren Entdeckungen in der Kunst- und Naturalienkammer. Seine Tätigkeit im museumspädagogischen Bereich führte ihn 2006 zu seinem Studium der Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Die Freude am Ausprobieren und viel Arbeit im praktischen Bereich hält bis heute an. 

Der Spielraum ist dabei groß. Malerei, Grafikdesign, Fotografie und Druckgrafik werden bevorzugt, aber auch Objekt- und Rauminstallationen, Produktdesign, Illustrationen und vor allem die Arbeit mit verschiedenen Materialen haben es dem 22jährigen angetan und ermöglichen ihm immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten. Diese Vielfältigkeit zeigt sich in seinen Arbeiten. Für die Zukunft sucht Sascha Dilly nach der für ihn richtigen Balance zwischen freischaffend künstlerischen und  museumspädagogischen Arbeitsfeldern. Dazu kommt sein Interesse herauszufinden, was Kunst im therapeutischen Bereich bewirken kann.
Die Freude am Erproben, Verständnis und Aufgeschlossenheit gegenüber moderner und auch konzeptioneller Kunst ist wohl das, was er beim Betrachter wecken und vermitteln möchte. Sascha Dilly lässt sich selbst gern von anderen Bildern anregen und schaut sich vieles an. Dabei hat er keine speziellen Lieblingskünstler, dennoch mag er Max Ernst und Mark Rothko und die ganze Land-Art Geschichte, wie er sagt.
Die Ausstellung im Landschaftsmuseum zeigt vor allem Arbeiten der letzten zwei Jahre und der unterschiedlichsten Techniken. Während der Schau möchte Sascha Dilly, gemeinsam mit dem Museum, Schülerinnen und Schüler seine Bilder näher bringen. Gleichzeitig können die Kinder die Technik der Druckgrafik selbst ausprobieren.

Havel Libelle 2007 Wespennest 2008

Bilder von der Ausstellungseröffnung am 8. Februar 2009:


X. Museumsgespräch 
 

 


 

Lesung mit Erhard Rutz vom 21. September 2008
80 Tage
oder die Hälfte meines Lebens

 

Erhard Rutz und die Museumsleiterin Frau Steuer, die diese Veranstaltung moderierte

Am Sonntag, den 21. September 2008 war Erhard Rutz zu Gast im Museum der Burg Düben. Er hat sein Buch „80 Tage oder Die Hälfte des Lebens“ vorstellt. 
Bekannt als Moderator der Reihe Lebenswege erzählt er nun selbst die Geschichte eines Jungen, dessen Schicksal exemplarisch für eine Generation stehen kann. 


Erhard Rutz bei seiner Lesung im Museum

In einem berührenden Buch, das gleichzeitig seine erste größere Prosaarbeit ist, schildert er Flucht und Vertreibung,  Schrecken und den Verlust der Familie am Ende des zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1945. Der Autor spürt immer wieder der Frage nach, was tut man gegen die Angst vor dem Tod und wie kann man bei all der erlebten Unmenschlichkeit weiterleben und Mensch sein.


 

Sonntagsausflug
Anregung zum Streifzug - Die Dübener Heide auf historischen Fotografien und Postkarten

 


Gasthof Wachtmeister 1927, Postkarte: Archiv Landschaftsmuseum

Die Dübener Heide ist für unsere Region nicht nur Inbegriff von Natur, sondern auch Resultat der Kultivierung durch die Menschen, die hier gelebt und sie bewirtschaftet haben.
Der Streifzug leistet keine historische oder wissenschaftliche Darstellung der Dübener Heide. Vielmehr soll er, in Ergänzung zur ständigen Ausstellung des Museums, Anregungen bieten, sich die Dübener Heide in vielen Aspekten näher anzuschauen, sie anders wahrzunehmen, um neue Einblicke zu gewinnen. Im bewussten Verzicht auf bekanntere Motive und Sehenswürdigkeiten sollen interessante Details es ermöglichen, diese Region neu zu entdecken.
Die ausgewählten Bilder erzählen von Geschichte und Geschichten, zum Beispiel, wie aus einem  ehemaligen  Forsthaus  eine Ausflugsgaststätte

wird, die noch heute ihre Gäste empfängt. Sie erzählen auch Skurriles,etwa dann, wenn die Jagd dem Volke gehört. Sie erzählen beispielsweise
von Motorisierung und von der Entwicklung der heutigen B2, von Ausflüglern und Arbeitern und nicht zuletzt kann man an manchen sogar die naturräumlichen Grenzen ablesen. So stehen die präsentierten Fotografien und Postkarten für das Leben in und mit der Dübener Heide, für Veränderungen und Verschiebungen, aber auch für Beständiges. Der zeitliche Rahmen der dabei gespannt wird, reicht von den ersten Fotografien um 1900 bis in die Mitte der 1980er Jahre. Die Ausstellung vereint mehrere Leihgaben aus der gesamten Region, die größtenteils bislang unveröffentlicht sind, und ist bis zum 1. Februar 2009 zu sehen.

 
Bilder der Ausstellungseröffnung vom Sonntag, den 7. September 2008
im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben

 Ausstellungseröffnung - Das Museum der Dinge
Sonntag, 7. Juni 2009 : 15.00 Uhr

Musikalische Umrahmung mit der "Erfurter Camerata" >  mehrere Auftritte zwischen 15.00 h - 17.00 h > klangfarbenreiches Getön des Mittelalters auf einem vielfältigen Instrumentarium dieser Zeit > Drehleiern, Gemshörnern, Schalmeien und ca. einem Dutzend anderer Instrumente

Landschaftsmuseum der Dübener Heide
Burg Düben
Neuhofstraße 3
04849 Bad Düben | T.: 034243/23691

Wir suchen noch bis 29. Mai 2009 Exponate mit Geschichte und persönlichen Erinnerungen als Leihgabe für diese Ausstellung. Die Ausstellung ist bis zum 30. August 2009 geöffnet.


Sascha Dilly: Druckgrafik | Malerei | Skulptur 
Stadt_Land_Fluss
 


Porträt Sascha Dilly

Kunst ist Ausdruck
Für den 1986 in Bad Düben geborenen Sascha Dilly ist es die erste Einzelausstellung in einem Museum. Schon vor seinem Abitur, 2005 in Bad Düben, entdeckte er seine künstlerische Ader und malte. Nach einem Klassenausflug zu Wolfgang Köppe fing er mit 13 Jahren an, dessen Malzirkel zu besuchen. Nach seinem Abitur entschied er sich für ein freiwillige soziales Jahr und absolvierte dies bei den Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Dort begleitete er Kinder zwischen 5 und 12 bei ihren Entdeckungen in der Kunst- und Naturalienkammer. Seine Tätigkeit im museumspädagogischen Bereich führte ihn 2006 zu seinem Studium der Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Die Freude am Ausprobieren und viel Arbeit im praktischen Bereich hält bis heute an. Der Spielraum ist dabei groß. Malerei, Grafikdesign, Fotografie und Druckgrafik werden bevorzugt, aber auch Objekt- und Rauminstallationen, Produktdesign, Illustrationen und vor allem die Arbeit mit verschiedenen Materialen haben es dem 22jährigen angetan und ermöglichen ihm immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten. Diese Vielfältigkeit zeigt sich in seinen Arbeiten. Für die Zukunft sucht Sascha Dilly nach der für ihn richtigen Balance zwischen freischaffend künstlerischen und  museumspädagogischen Arbeitsfeldern. Dazu kommt sein Interesse herauszufinden, was Kunst im therapeutischen Bereich bewirken kann.

Die Freude am Erproben, Verständnis und Aufgeschlossenheit gegenüber moderner und auch konzeptioneller Kunst ist wohl das, was er beim Betrachter wecken und vermitteln möchte. Sascha Dilly lässt sich selbst gern von anderen Bildern anregen und schaut sich vieles an. Dabei hat er keine speziellen Lieblingskünstler, dennoch mag er Max Ernst und Mark Rothko und die ganze Land-Art Geschichte, wie er sagt.
Die Ausstellung im Landschaftsmuseum zeigt vor allem Arbeiten der letzten zwei Jahre und der unterschiedlichsten Techniken. Während der Schau möchte Sascha Dilly, gemeinsam mit dem Museum, Schülerinnen und Schüler seine Bilder näher bringen. Gleichzeitig können die Kinder die Technik der Druckgrafik selbst ausprobieren.

Havel Libelle 2007 Wespennest 2008

Bilder von der Ausstellungseröffnung am 8. Februar 2009:


X. Museumsgespräch 
 

 


 

Lesung mit Erhard Rutz vom 21. September 2008
80 Tage
oder die Hälfte meines Lebens

 

Erhard Rutz und die Museumsleiterin Frau Steuer, die diese Veranstaltung moderierte

Am Sonntag, den 21. September 2008 war Erhard Rutz zu Gast im Museum der Burg Düben. Er hat sein Buch „80 Tage oder Die Hälfte des Lebens“ vorstellt. 
Bekannt als Moderator der Reihe Lebenswege erzählt er nun selbst die Geschichte eines Jungen, dessen Schicksal exemplarisch für eine Generation stehen kann. 


Erhard Rutz bei seiner Lesung im Museum

In einem berührenden Buch, das gleichzeitig seine erste größere Prosaarbeit ist, schildert er Flucht und Vertreibung,  Schrecken und den Verlust der Familie am Ende des zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1945. Der Autor spürt immer wieder der Frage nach, was tut man gegen die Angst vor dem Tod und wie kann man bei all der erlebten Unmenschlichkeit weiterleben und Mensch sein.


Sonntagsausflug
Anregung zum Streifzug - Die Dübener Heide auf historischen Fotografien und Postkarten

 


Gasthof Wachtmeister 1927, Postkarte: Archiv Landschaftsmuseum

Die Dübener Heide ist für unsere Region nicht nur Inbegriff von Natur, sondern auch Resultat der Kultivierung durch die Menschen, die hier gelebt und sie bewirtschaftet haben.
Der Streifzug leistet keine historische oder wissenschaftliche Darstellung der Dübener Heide. Vielmehr soll er, in Ergänzung zur ständigen Ausstellung des Museums, Anregungen bieten, sich die Dübener Heide in vielen Aspekten näher anzuschauen, sie anders wahrzunehmen, um neue Einblicke zu gewinnen. Im bewussten Verzicht auf bekanntere Motive und Sehenswürdigkeiten sollen interessante Details es ermöglichen, diese Region neu zu entdecken.
Die ausgewählten Bilder erzählen von Geschichte und Geschichten, zum Beispiel, wie aus einem  ehemaligen  Forsthaus  eine Ausflugsgaststätte

wird, die noch heute ihre Gäste empfängt. Sie erzählen auch Skurriles,etwa dann, wenn die Jagd dem Volke gehört. Sie erzählen beispielsweise
von Motorisierung und von der Entwicklung der heutigen B2, von Ausflüglern und Arbeitern und nicht zuletzt kann man an manchen sogar die naturräumlichen Grenzen ablesen. So stehen die präsentierten Fotografien und Postkarten für das Leben in und mit der Dübener Heide, für Veränderungen und Verschiebungen, aber auch für Beständiges. Der zeitliche Rahmen der dabei gespannt wird, reicht von den ersten Fotografien um 1900 bis in die Mitte der 1980er Jahre. Die Ausstellung vereint mehrere Leihgaben aus der gesamten Region, die größtenteils bislang unveröffentlicht sind, und ist bis zum 1. Februar 2009 zu sehen.

 
Bilder der Ausstellungseröffnung vom Sonntag, den 7. September 2008
im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben


Zeitenwandel - Durch die Lüfte weite Räume
Gert Burkard Büttner | Katrin Ginster

Skulpturen und Malerei
im Landschaftsmuseum der Dübener Heide

  

Am Sonntag, dem 3. Februar wurde die erste Ausstellung des Landschaftsmuseums der Dübener Heide, in der Burg Düben, diesen Jahres eröffnet. Zeitenwandel – Durch der Lüfte weite Räume verbindet Malerei von Katrin Ginster aus Leipzig und Skulpturen des Bad Schmiedebergers Gert Burkard Büttner. 
Die ausgestellten Landschaftsbilder zeigen eine nahezu, absolute Ruhe und Erstarrung, den Stillstand in Landschaft und Natur. Mit der Darstellung von weitläufigen Feldern und Wiesen, mit ihren geraden Horizonten, meist in monochromen Farben, erkundet Katrin Ginster auch Seelenlandschaften und erschafft dabei eine melancholische, sogar mystische Bildsprache.

Geboren wurde Katrin Ginster 1978 in Schkeuditz, aufgewachsen in Delitzsch, lebt sie seit nunmehr zehn Jahren in Leipzig. In der Kindheit wurde ihre Beziehung zur Natur durch ausgiebige Radtouren und Spaziergänge in der Dübener Heide und dem Goitzsche-Gebiet geprägt.
Ihren Bildern stehen die Holzskulpturen, zum Teil auch farbig, von Gert Burkard Büttner, die alle ohne Titel auskommen, gegenüber. Er wurde 1968 in Magdeburg geboren. Von 1991 bis 1996 studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Nach mehreren Studien, von 1994 bis 2000, an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler. Mit seinen Skulpturen möchte er das Prozesshafte versinnbildlichen, in dem das Einzelne ein Muster unter Mustern wird. Er fügt seinen Skulpturen immer wieder Leer-Räume bei, in denen sich das Nicht-Sein an Form herausbilden kann. Die Leere erst bildet den ruhenden Kontrapunkt zu all dem, was kommt und geht. 
Die gemeinsame Ausstellung der beider Künstler, lädt zu einer bild- und assoziationsreiche Zeitreise ein. Auf dieser kommt immer wieder Vergangenes zum Vorschein, um dann wieder von Anderem, von Neuem verdrängt und überlagert zu werden. Daraus entsteht ein Spiel zwischen Poetischem, Abstraktem und Bestimmbarem. Die Bilder und Skulpturen können zeigen, wie die Zeit im Ganzen verschwindet und vermutlich doch alles miteinander verbindet und hält. Allein die Tatsache, dass die Werke zwar unabhängig voneinander geschaffen wurden, sich nun aber spannungsreich begegnen und in den Betrachtungen des Besuchers zusammenfließen, kann dies verdeutlichen.
 

Fotos der Ausstellungseröffnung


 
9. Museumsgespräch mit der Präsentation eines neuen Buches in der Reihe Archivbilder mit Hans Joachim Böttcher 

im Landschaftsmuseum der Dübener Heide
Sonntag, 17. Februar 2008 

Impressionen vom 9. Museumsgespräch
 
 
9. Museumsgespräch

9. Museumsgespräch

9. Museumsgespräch

 
9. Museumsgespräch 9. Museumsgespräch

 

Impressionen der Buchpräsentation
 

Buchpräsentation mit Hans Joachim Böttcher

Buchpräsentation mit Hans Joachim Böttcher

Buchpräsentation mit Hans Joachim Böttcher


Weihnachtsausstellung

... rechtzeitig ist Weihnachten 
                 unheimlich schön heimlich  ...

 im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben
  

Gemeinsame Vorbereitungen zur Weihnachtsausstellung mit den Kindern 
des Kurses Gesellschaft (Bild 1-3)
Von der Schwierigkeit, Wunschzettel zu schreiben  
(Bild 4 - 5)

Presseinfo


 

Apokalypse
Wolfgang Brecklinghaus

Arbeiten aus Militärschrott und Utensilien beider Weltkriege
das Militär | der Schrott | die Kunst | das Schöne

 

Finissage im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben
  

Bilder von der Ausstellungseröffnung am 9. September 2007 im Museum der Burg Düben.
 

Am Sonntag, dem 11. November 2007, um 15:00 Uhr findet im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben eine Finissage mit dem Künstler Wolfgang Brecklinhaus statt. Er stellt zu Zeit in der Burg Düben aus und konnte leider zur Eröffnung seiner Ausstellung nicht vor Ort sein. Viele der damals anwesenden Gäste hätten ihm sicher gern eine Frage gestellt, zu seinen Arbeiten, seinen Vorstellungen oder ihn einfach näher kennen lernen möchten. Deshalb freuen wir uns sehr, ihn am 11. November begrüßen zu können und laden alle Interessierten sehr herzlich dazu ein.
Die oft bedrohlich wirkenden, dunklen, ironischen bis zynischen Objekte mit Titeln wie „Kriegstier“, „Gewaltspirale“ oder „Kistenweise Tod und Tränen“ erzielen ihre besondere Eindrücklichkeit durch eine Ästhetisierung des Schreckens und des Todes. Wolfgang Brecklinghaus bezeichnet sich selbst als Pazifist, der die Welt mit seinen Installationen, Collagen und Standobjekten nicht ändern kann, aber er möchte ins Bewusstsein der Menschen. Die ausgestellten Werke erzeugen einen verstörenden, beklemmenden Sog. Das soll so sein. Der Künstler will mit seinen Arbeiten den Zynismus des Krieges und den, seiner Funktionäre entlarven. Das mag zuweilen an die Grenzen des sogenannten guten Geschmacks oder bis zu  moralischer Entrüstung gehen; ihm ist dabei fast jedes Mittel recht, um auf  Wahn und Schrecken von Kriegen hinzuweisen. In vielen seiner Arbeiten verdeutlicht er sehr eindringlich, dass die Menschen – sprich die Zivilbevölkerung – die Opfer zu bringen haben, Opfer, die den  Funktionären eines Apparates Machterhalt sichern sollen. Terror, Leid und Tod ohne Ende: Wut, Resignation, Ironie und dazwischen wenig Hoffnung wechseln, oft in schneller Reihenfolge, seinen Stimmungsschwankungen entsprechend. Ins trügerische Idyll von Schallplatten, weichen, weißen Federn und Weihnachtsglocken quetscht und schiebt sich immer wieder und unendlich Gewalt und tiefste Menschenverachtung.  
Das Ambivalente dabei ist, dass Dinge, die dazu bestimmt sind, Leid, Tod und Vernichtung zu bringen, plötzlich in ästhetischer Form daherkommen. Die Gegenstände können nichts dafür, wie sie benutzt oder eingesetzt werden. Das gilt genauso für die ursprüngliche Bestimmung zur Kriegsführung als auch für das „nächste Leben“ in Form ihrer künstlerischen Einfügung in das geschaffene Werk. Und zu beiden Zeiten schockieren sie, der Schock aber sitzt anders tief.
Die erste Ausstellung seiner apokalyptischen Werke fand 1999 in Gelsenkirchen statt, wo er 1994 das Atelier Antenne gründete. Zahlreiche Ausstellungen, auch im Ausland, folgten. Nun sind seine Arbeiten noch bis zum 11. November 2007 in Bad Düben zu sehen. Zur Finissage um 15:00 Uhr, sind alle Interessierte herzlich willkommen.


 

Hans-Joachim Böttcher [Bad Düben]
Still und voll herber Schönheit...
Schlösser und ihre Gärten in der Dübener Heide
Buch und Ausstellung werden im Landschaftsmuseum der Dübener Heide präsentiert


Im Landschaftsmuseum der Dübener Heide in der Burg Düben erfolgt am Sonntag, den 3. Juni, um 16 Uhr die Präsentation des Buches sowie die Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung Still und voll herber Schönheit ... Schlösser und ihre Gärten in der Dübener Heide von Hans – Joachim Böttcher.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl eigens für das Buch vom Autor aufgenommener Fotografien sehenswerter Gebäude und speziell ihrer Gärten und einige Schloss- und Gartenpläne.
Die Vorstellung des Buches und die Eröffnung der Ausstellung geschehen anlässlich des bevorstehenden 60. Geburtstages des Autor und Denkmalpflegers, der durch zahlreiche Publikationen über Denkmalpflege und zur Regionalgeschichte hervorgetreten ist.
Böttcher stellt im Buch und in der Ausstellung 16 in der Dübener Heide, insbesondere in deren Randgebieten, existierende oder bereits zerstörte Burgen, Schlösser und Herrenhäuser vor. Ein großer Teil dieser Gebäude verfügt über schöne Gärten. Die Baugeschichte vieler dieser Objekte und die oft spannende Geschichte ihrer früheren Besitzer war bislang nur Experten bekannt, die Geschichte der Gärten blieb sogar fast völlig im Dunkeln. In dem vom Verlagshaus Heide-Druck (Bad Düben) herausgegebenen Buch werden diese Entwicklungen nun vorgestellt sowie andere interessante Details aus dem historischen Umfeld. Bereichert werden die informativen Texte durch zahlreiche, auch historische Abbildungen.
Ab dem Eröffnungstag der Ausstellung kann das Buch im Landschaftsmuseum erworben werden, ebenso im Verlagshaus Heide – Druck.
Zur Präsentation des Buches und der Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 31. August besucht werden kann, sind alle Interessierte sehr herzlich eingeladen.


Moos, Waldfarne, Sonne - Erwischt
Die Dübener Heide in Bildern
die Ausstellung zum Fotowettbewerb
ist zu Ende 


Wiethold Stölzner, Bad Düben
Herbst zwischen Bad Düben und Schwemsal

Der Gewinner des Publikumpreises steht fest. Wiethold Stölzner konnte mit seinem Bild „Herbst zwischen Bad Düben und Schwemsal“ die meisten Stimmen eines sehr interessierten Publikums vereinen. 
Ob sich diese erfolgreiche Ausstellung wirklich dem Ende neigt, oder ob sie noch ihren eigenen kleinen Streifzug durch die Dübener Heide oder in die Großstädte macht, um dort einfach schöne Natur ganz unprätentiös nahe zu bringen, wird sich am Ende zeigen. Die Besucher der Ausstellung fanden jedenfalls: „Alle Fotos sind einfach wunderschön. Wir sind total begeistert. Glückwunsch an alle Teilnehmer“, so Edith und Rudi Schulz aus Pouch im Besucherbuch des Museums.


 
Die Dübener Heide in Bildern
 Ausstellung zum Fotowettbewerb zum Jahr der Naturparke 2006


Aus der Rede zur Ausstellungseröffnung am 14. Januar 2007
Bilder der Dübener Heide

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die uns für diese Ausstellung ihren Blick anvertraut haben. Es ist eine besondere Ausstellung von Beobachtern für Beobachter, mit der wir die schöne Gelegenheit haben, etwas von der Sicht der Menschen auf den Naturpark nach außen zu senden. Aus und in dieser Sicht können wir lernen, anders, behutsamer, auch feinsinniger zu sehen, was uns umgibt und  unseren Blickwinkel zu ändern. Die ausgestellten Fotografien zeigen bestimmte Flecken, die man geografisch und landschaftlich immer wieder einordnen kann, aber in diesem festgehaltenen Augenblicksauslöser einmalig sind.


Besucher am Tag der Ausstellungs-
eröffnung
Foto: Nico Fliegner

Die Bilder spiegeln einen facettenreichen und aufmerksamen Blick wider, welcher dem Betrachter der Ausstellung eine erkennbare und spannende Studie zur Dübener Heide vermitteln kann. Die Fotografien können so etwas wie eine Skizze, einen Umriss dieser Landschaft darstellen. Die Bilder unterbreiten dabei eine angenehme Zurückhaltung und die Einladung, sich diesem Raum langsam und immer wieder zu nähern, weil er nicht auf den ersten und gleich gar nicht nur in einem Anblick zu erfassen ist. Die Bilder vermögen aufzuspüren, dass der Reichtum der Dübener Heide wohl in ihrer unaufgeregten leisen versteckten Natürlichkeit zu finden und zu suchen ist. Vielleicht im untypischen. Es gab ja kein typisches Motiv, weder Heidekraut noch Lutherstein noch Zadlitzbruch wurden besonders abgebildet, sondern vielmehr kaum. Was wir hier zu sehen bekommen, ist ein differenzierter, anregender und stimmungsvoller Blick abseits vom Wegesrand. 

Wenn man sich die Ausstellung sehr genau anschaut, kann man vielleicht ein geheimnisvolles helles Wispern wahrnehmen, eine ruhige stille Leichtigkeit oder die sanfte Stärke der Bäume. 

 
Das Gewinnerbild:
 

Martin Hofmann aus Gräfenhainichen 
vor seinem Bild "Pöplitzer Wald
"
Foto: Nico Fliegner

Die Jury entschied sich für das Bild Pöplitzer Wald. Ein Fleck südwestlich von Gräfenhainichen, nicht zentral gelegen, sondern so schön am Rand und dieser Ausschnitt Wald mit Weg erscheint als Schauplatz, als eindrucksvolle Kulisse für Stille, Rast und Langsamkeit. Martin Hofmann hat etwas sehr überzeugendes, außergewöhnliches und überraschendes in seinem Blick auf die Natur der Dübener Heide.
Wir würdigen so sein Gesamtwerk, welches aus einer Reihe eindrucksvoller Bilder besteht und dabei ein unvergleichliches Blickfeld in den Sucher rückte. Martin Hofmann ist mit 5 Arbeiten vertreten: dem Gewinnerbild Pöplitzer Wald, Moos, Insektenflug in der Abendsonne, Gewitterstimmung über Rapsfeld zwischen Radis und Gräfenhainichen und Erwischt, welches einen ironischen Dialog mit dem Foto Ende der Jagd von Ellen Männel aus Torgau eingeht.

 


Stimmzettel-Box für Platz 3
Foto: Nico Fliegner

Platz 1: Martin Hofmann 
aus Gräfenhainichen: 
Pöplitzer Wald
Platz 2: Siegfried Rabenhorst aus Landsberg:  Am Wanderweg zwischen Wachtmeister und Heidemühlteich
Platz 3: Dieser Preis wird von den Besuchern per Stimmzettel während der Ausstellungszeit ermittelt und später vergeben.
 
Lobende Erwähnung:
Rita Janecek aus Bad Düben:    Es ist viel zu heiß - Mensch ärgere dich nicht
Ingrid Grässer aus Laußig: Baum am Saugrund
Wiethold Stölzner aus Bad Düben:   Herbst zwischen Bad Düben und Schwemsal
Lore Dimter aus Sandersdorf: Formensprache der Natur am Friedrichsee Dübener Heide
Klaus Jürgen Böhme aus Leuna: Dübener Heide Bergwitzsee
Marcella Lerch aus Plodda:    Kunst und Wirklichkeit
Christin Fischer aus Bad Düben: Rotes Ufer
 
Weiter ausgestellte Fotografien:
Maria Jentzsch aus Pristäblich: Sonnenuntergang
Ellen Kühn aus Seegrehna: Crassensee Nähe Seegrehna
Fritz Martin aus Torgau: Abendstimmung am Wildenhainer Bruch
Ramona Kersten aus Doberschütz: Heideteich
Ellen Männel aus Torgau: Ende der Jagd, verteilen der Jagdbrüche
Anke Jahn aus Eilenburg: Indian Summer in der Dübener Heide
Hans-Joachim Böttcher aus Bad Düben: Reizvoll - eine Hainbuchenallee im Schlossgarten Reinharz im herbstlichen Kleid
Klaus Jürgen Böhme aus Leuna: Wege I
Gisela Gallwitz aus Pressel:  Löschteiche (Spinne)
Dirk Hering aus Taucha:   Goldenes Gras
Frieda Lenschow aus Rackwitz: Baumwurzel
Maria Müller aus Schildau:   Sonne
Siegfried Rabenhorst aus Landsberg:  Wald am Großen Stern
Andrea Leisker Mittelschule Mockrehna Die Schüler der Klasse 6a beim Dübener Heide Ausflug
Domenic Portack, Audenhain, Mittelschule  Mockrehna Am Zadlitzbruch
Robert Schäfer, Gräfendorf, Mittelschule  Mockrehna Sonnenspiel im Gräfendorfer Wald
Kevin Starke, Langenreichenbach, Mittelschule  Mockrehna Rotes Ufer
Monika Ruf-Lehmann aus Bad Düben: Ruhende Winterlandschaft – Muldeaue
Walter B. Sauer aus Berlin:  Feentanz / Der Weg ins Licht
Marko Schoenebergaus Reinsdorf:  Der Zschimmerstein
Karl-Ernst Wodzicki aus Dessau:  Grüner Mann Wilhelmsgrubenquell
Claudia Zimmermann aus Sandersdorf: Waldfarne
Katrin Ginster aus Leipzig:  Herbst 9 I / Herbst 9 II / Kältecontainer 2 Dübener Heide
Marcel Schlitter aus Bad Düben:   Hurra! Wir sind da.

 

Sonne, Maria Müller, Schildau Goldenes Gras, Dirk Hering, Taucha

 
Feentanz, Walter B. Sauer, Berlin Formensprache der Natur am Friedrichssee 
Dübener Heide, Lore Dimter, Sandersdorf


 
Günter Brendel
Mathematik und Musik
Malerei, Zeichnungen, Collagen

            

Günter Brendel im März 1943 in Leipzig geboren, sagt von sich selbst „Mein Außenseitertum wurde schon als Kind entwickelt.“ Die Schule machte ihm keinen Spaß, von Geselligkeiten sonderte er sich ab. Sensibilisiert war er schon im Kindesalter für Witterungserscheinungen und die Natur seiner Umgebung. Der  Besuch von Zeichenzirkeln hatte kommunikative Funktion für ihn, hier konnte er Ansichten über das Leben, Kunst und Kultur, mit gleichgesinnten Künstlern austauschen. Anfangs setzte Brendel Musikalisches, Rhythmisches gegenstandslos um. Die Freude an Strukturen dominiert hierbei, bis er sich zuletzt geometrischen Figuren zuwand.
Für ihn steht der Spruch „Am Anfang war der Rhythmus“. Über die akustische Empfindsamkeit fand Brendel den Weg zur abstrakten (dadaistischen) Laut-Leis-Malerei. Günter Brendel schöpft aus dem Unbewussten, ohne von vornherein etwas Bestimmtes zu wollen. Brendels Werke sind durchzogen von Geometrie, mathematische in Farbe getauchte Formen, wie zum Beispiel „Die Treppe des Pythagoras“, laden den Betrachter zum Erschließen dieser Bildwelten ein. Seine unkommerzielle, individuelle Art wurde durch öffentliche Auftritte in Galerien und auf Kleinkunstbühnen gefördert. Die Eröffnung seiner Ausstellungen unterlegt er mit einer sehr eigenwilligen Performance, in der er seinen Emotionen durch Körperakustik gekonnt Ausdruck verleiht.
Zur Ausstellungseröffnung am 1. April 2007 um 16.00 Uhr, bei der Günter Brendel selbst zugegen sein wird, um seine Ausstellung mit einer Büroaktion zu eröffnen, sind alle interessierten Besucher und Gäste der Stadt recht herzlich eingeladen.

 
Pythagorastreppe II, Öl auf Hartfaser, 82x61 cm, 2003 Quadrate unterm Geflecht, Öl-Tempera auf Karton, 80x60 cm, 2006 Stühle I, Tempera, 64x48 cm, 1992 Violinenspiel II, Öl auf Hartfaser, 70x50 cm, 2000


 
Erika Zuchold
Lust auf Erde 
[Malerei, Grafik, Keramik, Skulpturen & Lyrik]
 

Vernetzung

Kür Variation 1
Vernetzung
Radierung, 2001
Poesie VI 
Holzschnitt, 1999
Kür Variation 1
Aquarell, 1992
 

Supernova

Supernova
Aquarell, 1999

Wo auf dieser Welt kann man ihn finden, den Ort der Einsamkeit, wo man leben und arbeiten kann, wie ein Einsiedler in und mit der Natur?
Weltweit bekannt wurde Erika Zuchold durch ihre sportlichen Erfolge in den 60er Jahren. Zur Elite der DDR-Turner gehörend riskierte die damals 17-jährige Schülerin der KJS Leipzig einen Flickflack auf dem Schwebebalken und stellte damit die Turnwelt auf den Kopf. Nach ihrer Karriere als Ausnahmesportlerin, auf der Suche nach neuen Herausforderungen, moderierte Sie im DDR-Fernsehen Shows. Erika Zuchold tritt als Entertainerin auf, arbeitete für das Sportmuseum Leipzig als pädagogisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin, nimmt Reitstunden, Gitarren- und Gesangsunterricht, belegte Kurse in Malerei und Grafik. Sie studierte Kunstpädagogik, später auch Malerei und Grafik, Gesang und Lyrik.
Bis zur Wende verlief das Leben von Erika Zuchold erfolgreich, doch dann war für Ost-Künstler kein Platz mehr auf deutschen Bühnen. Sie fiel in ein schwarzes Loch. Erst ein Studienaufenthalt in Kanada, brachte Sie ins Leben zurück. Die unberührte Natur, die weiten Wälder machten sie innerlich stark, gaben Kraft und Mut zurück und die Freude am Sein. Wieder in  Leipzig, widmete sich Zuchold der künstlerischen Arbeit und präsentierte ihre Malereien, Grafiken, Skulpturen und Gedichte bald der Öffentlichkeit, fand hierin in zunehmendem Maße Bestätigung und Lebensinhalt. Die Kunst weist ihr den Weg, Energien zu bündeln, sie in einem Punkt zu konzentrieren und auszuweiten. Ihre Kunst vermittelt dem Betrachter Gefühle des Staunens, der Ehrfurcht und der Freude über das Universum, in welchem die Intensität mit der ein Mensch lebt und die Welt wahrnimmt, den Sinn des Lebens ausmacht. Ausweglosigkeit und Hoffnung, Katastrophen und doch immer wieder die eindringliche Aufforderung das Leben zu bejahen, zu beschützen, um so vielleicht das Universum zu erweichen, bestimmen ihr Werk.
Seit 1977 beteiligte sich die Künstlerin an nationalen und internationalen Gruppenausstellungen in Berlin, Leipzig, Barcelona, Bagdad. Einzelausstellungen folgten in Dresden, Chemnitz, Leipzig, St.Gallen und anderen Städten im In- und Ausland. In Barcelona erhielt sie 1996 den „La Caixa“ Preis und wurde im Mai 2005 in die „International Hall of Fame“ aufgenommen.
Unter dem Titel „Lust auf Erde“ stellt Erika Zuchold  vom  01.10.2006 – 02.01.2007 im Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben aus. 
Malerei und Grafik, Keramik und Skulpturen in denen sich Verbundenheit und Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur widerspiegelt werden genau so zu sehen sein,  wie Exponate die grazile Bewegungsabläufe, innerhalb einer sportlichen Darbietung und deren oftmals schweren Weg dorthin darstellen.

Zur Ausstellungseröffnung am 01.10.2006 um 16.00 Uhr, wenn Erika Zuchold auch Ihr Talent als Entertainerin unter Beweis stellen wird, sind alle interessierten Dübener und Gäste der Stadt recht herzlich eingeladen.

Verbiegung

Verbiegung
Ton, gebr., 1994


 
Radjo Monk
>Blende 89<
 eine Chronik der Wende erschienen in der verschwiegenen Bibliothek
Lesung innerhalb der 4. Sächsischen Literaturtage

> Blende 89 <

Radjo Monk beschreibt in Blende 89 die Chronik der Wende von den Montagdemonstrationen bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Das Buch ist 2005 in der Reihe „Die verschwiegene Bibliothek“ erschienen, die von Ines Geipel und Joachim Walter herausgegeben wird. Diese hatten zwischen 2001 und 2004 etwa 40000 Manuskriptseiten von Autoren gesammelt, deren Texte zu DDR-Zeiten nicht erscheinen durften. Radjo Monk gelingt es in seinem Buch besonders die tragische Umkehr der Stimmung von Freude über den Systemsturz und Hoffnung auf eine neue Solidargemeinschaft in die Resignation zu beschreiben.
Zur Lesung soll auch ein Videoclip laufen, der mit der Fotografin Edith Tar während der Demonstrationen entstand und mit Originaltonaufnahmen, die Radjo Monk in der Zeit auf der Straße gemacht hat, unterlegt ist. 
Besonders erwähnenswert sind zeitlicher und geografischer Bezug.
September2006 - gegebener Anlass, um die Erinnerung an den Herbst 1989 mit einer Lesung auch im Hinterland, außerhalb des Zentrums des historischen Geschehens, wach zu halten.
 

Bibliographische Angaben zum Autor

1991 Die Spur des Anderen, Fototextband mit Edith Tar, Frisinga Verlag, Freising
1992 Orte & Worte, Lyrik, Verlag Weißer Stein, Greiz
1998 Amenti vierspurig. Ein Fahrtenbuch. Verlag Die Scheune, Dresden
1998 König im wüsten Land, Hrsg.: Wulf Kirsten, Hain Verlag Rudolstadt
2000 Last Minute. Fototextband mit Edith Tar, Passage Verlag, Leipzig

Kurzvita:

1959 in Hainichen b. Chemnitz geboren, aufgewachsen in Hainichen, nach Schulabschluss POS Lehrausbildung als Theatertechniker an den Städtischen Bühnen Karl-Marx-Stadt, Grundwehrdienst NVA, 1980-84 Museumsassistent auf Burg Kriebstein, im gleichen Jahr wird die Immatrikulation am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ durch das MfS verhindert. Ab 1988 als freiberuflicher Autor tätig, nach 1990 auch für den Rundfunk.
Literarische Arbeit seit 1976. Zunächst als Nachwuchstalent gefördert, später bespitzelt und ausgegrenzt.
2001-2004 Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, Abschluss mit Diplom im Fach Videokunst.

Der Eintritt für diese Veranstaltung beträgt für Erwachsene 3 € und für Kinder 1 €.


 
Jürgen Pisarz
P a a r e  u n d  G e g e n s ä t z e
Objekte, Flächen, Zeichnungen

„Einfache Lösungen besitzen Eleganz“, nach dieser Maxime befasst sich, erarbeitet, formt und gestaltet der Dübener Autodidakt, Jürgen Pisarz, seit dem Jahr 2000, das Material Holz.
Jürgen Pisarz, 1952 in Eilenburg geboren, lebt seitdem in Bad Düben. Nach seinem Studium an der TU Ilmenau, arbeitete er als Projekt- und Entwicklungsingenieur und ging 1990 in die Selbständigkeit. Zusätzlich zu seiner Arbeit in der Elektronikbranche, ist er seit 2004 als Unternehmensberater tätig. 

Ausschlaggebend für den Beginn seiner künstlerischen Laufbahn war ein Buch über die Möglichkeiten der Gestaltung von Holz, dass Jürgen Pisarz von seinem Vater Gerhard Pisarz, geschenkt bekam. Die wenige freie Zeit, die ihm durch seine berufliche Tätigkeit bleibt, nutzt Jürgen Pisarz um Holz zu gestalten, Objekte zu formen, mit Figuren zu spielen und Beziehungen zu erstellen, zum Beispiel zwischen Holz und Metall. Ein Objekt dieser interessanten Verbindung ist der „Luftfisch“, hier vereinigt sich Rüster mit geschmiedetem Stahl.

Die Ausdrucksmöglichkeiten für Paare und Gegensätze, die Pisarz seit jeher anregen, werden durch Vielgestaltigkeit des wunderbaren natürlichen Materials Holz, in Objekten facettenreich dargestellt.
„Apfeltorso“ eine Figur mit femininer Ausstrahlung, ist gefertigt aus dem Holz eines Apfelbaums, „Kontraste“ wiederum, ein Objekt ganz aus Stahl, lässt einen Tetraeder auf eine Kugel treffen. 

Seinem Vorbild, dem rumänischen Bildhauer Constantin Brancusi (1876 – 1957), widmete Jürgen Pisarz eine eigene Skulptur „Brancusis Bird“. Ein überaus schlankes Bildnis, welches Streben nach Licht und Oben ausdrückt. Beschäftigt man sich eingehender mit den Objekten Pisarzs und kommt man mit dem Künstler ins Gespräch wird eins deutlich: Jürgen Pisarz sucht in seinen Arbeiten nach dem Inbegriff der Harmonie, nach den idealen Proportionen, nach dem „goldenen Schnitt“. Geometrisch genau, mathematisch sowie physikalisch durchdacht sind seine Werke, erzählen Geschichten, die der Betrachter auf sich wirken lassen muss. 
Komplettiert wird die Ausstellung durch gerahmte abstrakte Flächen sowie Aufnahmen der Werke Grammophon und Schwingungen, zu sehen im Foyer des Museums. Skizzen des Künstlers, welche Einblick in die Vorbereitung zur Schaffung seiner Objekte gewähren, werden zusätzlich während der Ausstellung zu sehen sein.

Um sich von Paaren und Gegensätzen inspirieren zu lassen, sind alle Interessierten daher am 30. Juli, 17.00 Uhr recht herzlich in das Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben zur Vernissage mit  Jürgen Pisarz, eingeladen. Die Ausstellung ist bis zum 23. September im Museum zu sehen.


  

Der grüne Narr
Christiana Heidemann
N a r r e n w e i s h e i t
Malerei, Grafik, Keramik

...Der Narr ist wie ein Keim, der ahnt, dass die fertige Blüte in ihm schon lebendig ist. Anfang und Ende eines Schöpfungskreises...

H. Banzhaf

1950 in Bayern geboren, kam Christiana Heidemann 1951 mit ihren Eltern nach Leipzig und lebt seit Kurzem in einem kleinen Ort bei Grimma. Innerhalb der verschiedenen Lebenssituationen oder vielleicht gerade dadurch, gelang es ihr das Hobby zur künstlerischen Tätigkeit und zum Sinn ihres Lebens auszubauen und zu gestalten.
Ihre Bilder, Grafiken und Keramikskulpturen sind von starker Emotionalität geprägt. Die Motive sind einerseits genaue Wiedergabe von Erscheinungsformen der Natur und Realität und enthalten andererseits Leitgedanken aus Mythen und Religion.
In „Narrenweisheit“ präsentiert uns Christiana Heidemann einen Zyklus um die Unbedarftheit und das Unwissen des Menschen, für die der Narr symbolisch stehen kann. Die großformatigen Bilder drücken durch Inhalt und beeindruckende Farbigkeit Befindlichkeiten aus. Im Mittelpunkt steht die Suche nach den Sinn- und Seinsfragen des Lebens. Wie den Narren findet man in ihren Werken die Figur des Engels wieder, sei es als Beschützer und wegweisend in Unklarheit oder als Fragmentierung und schemenhafte Darstellung.
Mehrfach wurde das künstlerische Schaffen Christiana Heidemanns, bereits vorgestellt. So waren ihre Werke 1987 in der Galerie „Schnabelhaus“ in Wismar zu sehen, 1990 im Benefizhaus Kitzingen, 1994 in der Galerie „Zwischen den Stühlen“ Aschaffenburg  sowie in mehreren Ausstellungen in Leipzig.
Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, dem 31. Mai 2006 um 19.00 Uhr sind alle interessierten Gäste und Besucher recht herzlich eingeladen. Zu erkunden ist die Narrenweisheit bis zum 23. Juli 2006.


 

Hermann Schiebel (1896-1973) 
Bleibende Spuren
 

Hermann Schiebel wurde am 5. Januar 1896 in Düben an der Mulde geboren.
Zu seinem Werk zählen Illustrationen für Heimatkalender und Bücher, Kalenderblätter, Postkarten, zahlreiche Ansichten der kleinen Heidedörfer und Städte am Rand der Dübener Heide sowie Landschaftsbilder. Erwähnenswert und eine ganz besondere Bedeutung, in einer Zeit in der die Fotografie in wenigen Haushalten zur Verfügung stand, erhalten die verschiedenen Porträts, hier u.a. von ortsansässigen Handwerkern, die in der Ausstellung zu sehen sind. Man kann ihn als einen der produktivsten Grafiker der 20er bis 40er Jahre des 20. Jahrhunderts und Dokumentar für den gesamten mitteldeutschen Raum bezeichnen. Durch ihn sind zahlreiche Grafiken entstanden, die in der hiesigen Schreibung und Illustration von Heimat- und Regionalgeschichte nicht wegzudenken sind und wertvolle bildliche Quellen darstellen. Sie erinnern an verschwundene und veränderte Gebäude, Orte und Landschaften.

Bei näherer Beschäftigung mit seinem Werdegang, muss man sich mit Machtmechanismen und Widersprüchlichkeiten in einer Zeit und einer Person, die sich folglich von 1933 bis 1945 manifestieren, auseinander setzen. Der bekannte Heimat-forscher und Publizist Hans Funk veröffentlichte im Jahrbuch der Dübener Heide 1999 einen umfangreichen Text zum Leben Hermann Schiebels. In diesem stellt er fest, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um sich Hermann Schiebels Leben in 

obengenanntem Zeitraum zu nähern. Diese kann und soll diese Ausstellung nicht leisten. Man kommt jedoch nicht umhin, im Zuge der Präsentation zahlreicher Grafiken, den Versuch zu unternehmen, die Persönlichkeit Schiebels auszuloten und seine Position als Direktor der Burg Giebichenstein in Halle (Saale) von 1934 bis 1945 sowie als kommissarischer Direktor des Moritzburgmuseums am gleichen Ort von 1936 bis 1939, wo sein Name mit der Aktion „Entartete Kunst“ in Verbindung steht, in die Betrachtung einzubeziehen.

Ursprung des Ausstellungsvorhabens waren zahlreiche Grafiken, die uns Bad Düben und die nähere Umgebung zeigen. Aus der folgenden Beschäftigung mit der Biografie des Grafikers ergab sich eine Vielzahl von Fragen. Auch nach Recherchen in Archiven ist eine Beurteilung nach heutigen Maßstäben nicht möglich. Die Fakten belegen vielmehr wie Menschen im Nationalsozialismus benutzt wurden und wie sie sich  benutzen ließen. Das Wirken Hermann Schiebels zwischen 1934 und 1945 kann nicht bestimmend in Verbindung zu den Grafiken gestellt werden, die in dieser Ausstellung zu sehen sind. Der Fokus kann aber weder ausschließlich auf diese Tatsachen gerichtet werden, noch können diese Fakten ausgeblendet werden. Sie sind Teil seiner Biografie. 
So soll diese Ausstellung einen Beitrag leisten, Leben und Schaffen Hermann Schiebels in dieser Zeit zu beleuchten und einer breiten Öffentlichkeit vor allem die Grafiken vorzustellen, die einen Bezug zu [Bad] Düben und zur Dübener Heide haben. Der Versuch mit vorhandenen Quellen ein differenziertes Bild abzugeben, kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.  

Abschließend steht man sowohl vor der Unmöglichkeit Hermann Schiebels umfangreiches grafisches Werk in Abrede zu stellen, als auch vor der Gewissheit seiner Verstrickung in nationalsozialistische Machtsstrukturen. Die Fakten erzeugen ein diffuses Bild. 
Nachträgliche Kritik, in welcher Form auch immer, verlangt auch die Frage nach den Erfahrungen und Einflüssen, Erwartungen und Bedingungen unter denen sich Menschen so verhalten haben. 

In einer Mappe wurden Aufsätze und Presseartikel zusammengetragen, welche die  Schwierigkeiten, Ratlosigkeit und auch Angst im Umgang mit  Vergangenheit widerspiegeln. 
Sie ermöglichen dem Besucher einen Blick auf verschiedene Lesarten und  Interpretationen von Geschichte und rücken unser Verhalten und unsere Haltung gegenüber den darin enthaltenen Widersprüchen und unlösbaren Fragen in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung.  

Das Landschaftsmuseum der Dübener Heide bedankt sich ganz herzlich bei Allen, die mit Hinweisen und Informationen sowie Leihgaben  zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben.
Besonderer Dank gilt Frau Anne-Gret Hofmann für Ihre Unterstützung und Ihr Entgegenkommen bei der praktischen Umsetzung des Ausstellungsvorhabens.

Hedda Fromme 
Hans Funk 
Helmut Herda 
Heide-Maria Köstlin
Erika Winkler
Archiv der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale)
Druckerei Willy Winkler
Kreismuseum Bitterfeld 
Stadtarchiv Bitterfeld
Stadtarchiv Halle